AH: wieder zurück auf den Vänern: mit nördlichen Winden konnten wir mit raumem Wind ablaufen. Dann sogar Butterfly, aber der Kurs liess sich nicht gut halten: So begann die Diskussion um den Genacker:
Ich: Ferien ohne wenigstens einmal den Genacker (unser grösstes Leichtwindsegel) oben gehabt zu haben,
Yvonne: Ich bin dagegen: Du machst Dir einen Haufen Arbeit und am Ende geigt das Boot bei dem Seegang! Dann musst Du es sowieso wieder herunterholen.
(Pause, dann lässt der Wind etwas nach)
Ich (mit hängenden Ohren): Ehrlich: no Genacker - no fun!
Yvonne: Ich finde das gesponnen!
(für Aussenstehende: sie ist nicht mehr dagegen!)
Also raus mit der Tasche aus der Hundekoje, festmachen der Tasche am Mast (damit sie leer nicht wegfliegt) Genacker am Genackerbaum festmachen und Baum herausschieben.
Yvonne: Aber vor dem Hafen ziehst Du den wieder ein!
Ich: jaja
Leinen ins Heck verlegen, Segel hochziehen und ausrollen.
Und siehe: Die Blase steht und zieht!
Yvonne: (YH) Bitte nimm das Gross weg!
Ich: Ok - ich rolle nochmals ein. (und wickele den Genacker wieder auf) Geh in den Wind!
Im Wind hole ich das Gross herunter.
Ich: Geh wieder vor den Wind!
Ich wickele die Blase wieder aus und sie steht jetzt besser.
Der Wind macht sich auf, einzuschlafen: ruhiges Segeln mit Genacker.
Yvonne (nach einer Weile): 1 Punkt für Genacker!
Ich lächele sie lieb an....
Irgendwann macht auch das Genackern keinen Spass mehr: Vem kan segla förutan wind? (Wer kann Segeln ohne Wind?) Blase kommt wieder in die Tasche, Tasche wieder unter Deck, Motor wieder an.
Dann geht's wieder in die Kanäle. Jetzt ist die Lichterführung anders: Grün neben Rot über Weiss. (usw.) Das gibt heisse Diskussionen an Bord: Ist das nun Grün (ich: fahr!!!!) oder Rot (Yvonne: DUUU zahlst!) Jedenfalls ist die Einsenbahnbrücke eindeutig zu und wir halten uns an einer Buhne, bis sie tatsächlich nach einer Weile aufgeht ebenso wie eine nächste Brücke.
Dann kommen wir an eine Schleuse: Sie öffnet sich beim Näherkommen. Wir fahren ein. Aber das ist eher eine Industrieschleuse. Sie ist so breit, dasss wir bequem darin wenden könnten und so lang, dass auch noch ein langer Schleppkahn hineingepasst hätte. Glatte Wände! Immerhin eine Leiter, an der wir uns festhalten. Dann geht es mit uns allein abwärts: Die Schleusenwände werden immer höher - nun ragen sie 5m über uns hinaus. Das hatten wir doch schon mal? Ja vor 9 Jahren, als wir durch die Rheinschleusen fuhren. (Aber da war der Hub noch grösser).
Dann geht es weiter auf dem breiten Göta-Alv bis zur nächsten Kombination von Auto- und Eisenbahnbrücke. Da passierte nun gar nichts. Also Kanal 9: "Hjälv-Bridge from Sailingyacht Tiny" - - - Stille, Pause, Stille. 2 Versuch: "Hjälv and Segrid-bridge (oder wie auch immer das Ding hiess) from Sailingyacht Tiny - we are going north. Please open the Bridges. Our Mast-Top is about 12m." - - - Stille, Pause, Stille - dann nach einer Weile meldet sich einer und wir versuchen zu raten, was der wohl meinen könnte. Am Ende wechselseitigen Gestammels: "We see you. Wait 15min". Ich: "Ok 15 min" - Ob der wohl die richtige Brücke verstanden hat? Ja, Hurra: Rot über Weiss (Öffnung in Vorbereitung) und nach 15 min öffnet sich die Klappbrücke.
Mittlerweile hebt sich auch schon die Eisenbahnbrücke: erst auf 10m, dann auf 20m - reicht! Nein, sie hebt sich bis auf 27m. Vielen Dank (wär nicht nötig gewesen.) Wir düsen (nach Wiederholung der Rot/Grün-Diskussion durch. (und kommen so in Trollhättan an.)
YH: Erdbeeren essen, wenn es sie gibt!






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