Samstag, 19. Juli 2025
Vrångö: Eine nagelneue Hallberg-Rassy 44
Donnerstag, 17. Juli 2025
Nordön: Besuch und dann nach Marstrand
Gemütlich sassen wir an Deck, als es zu Nieseln anfing auch unter Deck und haben viel zu plaudern gehabt.
Für den nächsten Tag verabredeten wir uns in Marstrand. Im platschevollen Bus erreichten wir diesen Touri Hotspot, liessen es uns gut gehen und badeten im Bilderbuchschwedensommer. Müde und gerne kehrten wir in unseren ruhigen Hafen zurück.
Nun geht es immer südwärts. Wir wollen in Varberg ins Winterlager. Noch ist es erst mündlich abgemacht, aber ich vertraue mal, dass die versprochene Mail nächste Woche kommt.(Blick aus dem Busfenster auf der Höhe der Brücke, unter der wir durchfuhren und heute wieder zurückfahren werden.)
Ja, Jürg (der andere), das Kurhotel, in dem Ihr gefeiert habt, steht noch....
Dienstag, 15. Juli 2025
Högö: Ankerbucht
AH: "üben": Pfluganker ins Wasser - ordentlich Leine hinterher und festmachen. Dann Mittagschlaf! Nach kurzem ein Alarm-Getöse. Ankeralarm! Also raus aufs Deck und tatsächlich wir driften! Und natürlich genau auf das Boot hinter uns an der blauen Boje (sie haben immerhin eine Bojflag, dürfen da also dran.) Ich hechte an die Ankerleine und Yvonnne wirft den Motor an: 2m vor der Boje können wir das driften abfangen. Der Wind hatte in der Zwischenzeit reichlich zugelegt und den Anker aus dem Ankergrund ausgerissen.
Also wieder auf eine freie Stelle in Bucht in Luv fahren und den Anker wieder über Bord. Hinter uns jetzt ein schwedisches Boot mit einem jüngeren Mann, der unaufhörlich auf uns blickt. Yvonne: "Der will uns weg-gucken!". Vermutlich nicht ganz ohne Grund: Der Anker hält schon wieder nicht! Wir driften auf ihn zu.
Da capo! Als der Anker immer noch nicht hält - (Ich zu Yvonne: "Jetzt weisst Du warum ich vor dem Ankern immer Schiss habe") muss der Klappanker anstelle des Pflugankers (ich habe damals für Gürtel UND Hosenträger gesorgt) ins Wasser. Ob der jetzt besser hält? Ich sitze noch eine ganze Weile im Bug und prüfe, ob die Ankerleine straff gespannt bleibt. Auf der AnkerApp sehen wir, dass der Wind 180° dreht. Da die App immer die aktuelle GPS-Position aufzeichnet, zeigt sich ein Halbkreis um den Anker. So soll es sein (und bleiben!)
Langsam kehrt Ruhe ein (und der Wind legt sich): Zeit sich den Kojen anzuvertrauen, wir wissen ja jetzt, dass der Ankeralarm tatsächlich funktioniert. Aber nachts um 1:50 geht der Höllenlärm wieder los. Diesmal habe ich "Breitschaftsdienst" (Yvonne erst ab 4:00) Springe also pyjamoid an Deck: Alles ruhig - kein Wind, ein verhangener abnehmender Mond und eine reihe Ankerlichter. Ein Bild des Friedens. Offenbar hatte die AnkerApp genügend lange einen falschen Fix bekommen. Ich gucke zur Kontrolle bei GPSjam.com nach: Ja es gibt Gebiete mit gestörtem GPS, aber hauptsächlich Ostsee und Finnland. Also App zurückgesetzt und eine Weile die Fixe beobachtet. Schliesslich fallen mir die Augen zu und es herrscht tatsächlich bis jetzt (9:00) Ruhe.
Ich gehe weiterhin lieber an die Boje.
Montag, 14. Juli 2025
Götebourg II: Gute Gespräche mit den Freunden von Vida
AH: Da trifft man sich "zufällig" beim Warten auf eine Schleusenöffnung, kommt ins Gespräch, verabredet sich, gemeinsam zu essen, wird zur Flotille, erzählt sich gegenseitig Teile aus der jeweils eigenen Biographie, tauscht sich über ernste Lebensfragen aus, entdeckt, dass so manche Themen gemeinsam sind, die davon leben, dass sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln besichtigt werden, wird einander so vertraut, dass man sich gegenseitig sogar veräppeln kann, ohne zu verletzen. Sinnt über die Zukunft nach - wird da etwas Gemeinsames bleiben?
Morgen jedenfalls werden sich unsere Wege (erstmal?) trennen ....
Es erinnert mich an das Gespräch des Kleinen Prinzen (von Antoine Exupery) mit dem Fuchs (zit. nach https://www.exuperysprinz.de/text/21-kapitel/:
Da erschien plötzlich der Fuchs.
- »Guten Tag«, sagte der Fuchs.
- »Guten Tag«, antwortete der kleine Prinz höflich, der sich umdrehte, aber nichts entdecken konnte.
- »Ich bin hier«, sagte die Stimme unter einem Apfelbaum.
- »Wer bist du?«, fragte der kleine Prinz. »Du bist sehr hübsch …«
- »Ich bin ein Fuchs«, sagte der Fuchs.
- »Komm und spiel mit mir«, schlug der kleine Prinz vor. »Ich bin so traurig …«
- »Ich kann nicht mit dir spielen«, sagte der Fuchs. »Ich bin nicht gezähmt.«
- »Ah! Verzeihung«, sagte der kleine Prinz.

Nachdem er kurz überlegt hatte, fügte er hinzu:
- »Was bedeutet ›zähmen‹?«
- »Du bist nicht von hier«, sagte der Fuchs, »was führt dich her?«
- »Ich suche die Menschen«, sagte der kleine Prinz. «Was bedeutet ›zähmen‹?«
- »Die Menschen«, sagte der Fuchs, »sie haben Waffen und sie jagen. Das ist ärgerlich! Sie halten sich auch Hühner. Das ist ihr einziges Interesse. Suchst du Hühner?«
- »Nein«, sagte der kleine Prinz. »Ich suche Freunde. Was bedeutet ›zähmen‹?«
- »Das wird oft ganz vernachlässigt«, sagte der Fuchs. »Es bedeutet ›sich vertraut miteinander machen‹.«
- »Vertraut machen?«
- »Natürlich«, sagte der Fuchs. »Du bist für mich nur ein kleiner Junge, ein kleiner Junge wie hunderttausend andere auch. Ich brauche dich nicht. Und du brauchst mich auch nicht. Ich bin für dich ein Fuchs unter Hundertausenden von Füchsen. Aber wenn du mich zähmst, dann werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzigartig sein. Und ich werde für dich einzigartig sein in der ganzen Welt …«
Sonntag, 13. Juli 2025
Göteborg: Ende der Schleuserei!
letzte Schleuse
Aber im Rückblick Stunden auf dem Göta-Alv geschippert (Motor) und die letzten Schleusen verlassen. Schleusentreppe in 4 Stufen über 32m nach unten.
im Hafen angekommen....











