Mittwoch, 9. Juli 2025

Lurön: Nicht ob - sondern wann?


AH: Bei schönem Sonnenschein legten wir in Sjötörp ab. In der ersten (und damit letzten) Göta-Kanal-Schleuse wurden wir dann ausgescheckt: Der Schleusenwärter nahm uns unsere Batches (Checkkartenformat) ab und schnitt auch unsere Banderole ab, die uns vom Mem bis Sjötorp begleitet hat. 

Dann stachen wir in (den) See (Vännern, der immerhin der drittgrösste Europas ist) und folgten brav der Route, die uns unser Kartenplotter ausgerechnet hat. Allerdings schlug der Mitten auf dem Wasser einen ziemlich unerklärlichen Haken. Auch schien die Karte an der Stelle unvollständig. Misstrauisch geworden prüften wir mit einer anderen App, wie die Karte hier aussieht. War tatsächlich untief. So shipperten wir kurz nach der anderen Karte, bis es wieder vernünftig aussah.
dann jedoch rief Yvonne: "Die Passage ist ziemlich untief - zieh mal den Kiel hoch." Ächz! Also kurbele ich den Kiel ca. 30 cm nach oben. Dann biegen wir in die Passage ein, die dann sich als Slalom herausstellt: zwischen einem Steinrücken und und einem Schilfgürtel gab es eine rote Tonne, die wir also an Backboard zu passieren hatten. Rumps! 
Die Tonne war keineswegs die Fahrwasserbegrenzung, sondern lag mitten auf dem Rücken. Also zurück und nochmals gaanz vorsichtig an ihr vorbei: Rumps II! Der nächste Versuch fast im Schilf blieb dann unverrupst - Manomann! Nach einer Weile sahen wird dann ein Motorboot in den gleichen Slalom einfahren: "Mal sehen wie lange der braucht?" Genügend lange um zu vermuten, dass auch er aufgerumpst ist. 

Danach ging es dann mit ohne Wind per Motor noch einige Stündchen weiter, bis zur angestrebten SXK-Boje, die - Welch Freude - tatsächlich noch unbelegt war.

Abends hatten wir dann noch Besuch von einem ebenfalls vor Anker liegenden Schweizer Boot. Jetzt ist die Abendstille eingekehrt: Noch ein Blick aus dem Kojenfenster.

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