AH: Regnerisch und windig verliessen wir Stegeborg, aber die ganze Zeit gegenanmotoren, hatten wir auch keine Lust. Also Segel hoch und kreuzen. Novum: Yvonne bleibt vergnügt, auch wenn es ruppig (was das Segeln betrifft) zugeht. Wir schieben Lage - und die von mir erwarteten Rufe: Ich mag das nicht, richte das Boot wieder auf! - blieben aus. Sie hat sich an die Schräge gewöhnt, wie man sieht, hat sie sogar ein Lächeln auf den Lippen.
Zwischendurch gabs auch eine Dusche und der Wind wurde immer böiger, sodass wir sicherheitshalber ein Reff eingebunden haben. Segelnd waren wir die einzigen, ein paar Segelboote motorten an uns vorbei gegenan. Wir trafen sie dann an der ersten Schleuse wieder.
Nun hiess es einklarieren in den Kanal. Eine junge Schwedin war uns dabei behilflich und erklärte uns ausführlich, wie das in einer solchen Schleuse zugehe: Einer muss mit den Leinen an Land, der andere bleibt im Boot und nimmt die Leinen dicht.
Aber bevor wir in die Schleuse können, kommt die Diana heraus: Bildungslücke Die Tote im Göta-Kanal, ein schwedischer Krimi wurde auf ihr gedreht, was uns ein beflissener Deutscher als grosses Ereignis: "Dass das gleich so los geht!!" mitteilt.
Da die Häfen in unserem nächsten Ziel offenbar voll sind (Wochenende), bleiben wir gleich im Häfchen hinter der ersten Schleuse und geniessen den aufklarenden Abend mit Röhrli-Nudeln an Tomaten-Sauce mit schwedischen Wienerli, die kräftig Chili enthalten, womit ich ausnahmsweise eine Wette gewinne, weil Yvonne das erst glauben wollte, als sie den Wurstbeiwickler gelesen hat: Da gibts für mich irgendwo ein süsses Dessert. Ich habe diese Wette ja nur deshalb gewonnen, weil meine Mutter (Yvonne würde jetzt lächelnd sagen: "Annegret selig") ihre selbstgemachten Pizzen immer mit diesem scharfen Zeug gewürzt hatte - und wehe, jemand biss auf eine solche in jedem Sinne heisse Schote.




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